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IAB-Befragung: Wohnkosten und soziale Bindungen erschweren Umzüge für die Ausbildung

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    Die IAB-Studie umfasst rund 6.300 Jugendliche aus Abschlussklassen 2024 mit Kontakt zur BA-Berufsberatung. Die Ergebnisse zur Umzugsbereitschaft gelten für eine begrenzte Gruppe.

    In einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) konnte sich knapp die Hälfte der befragten ausbildungsinteressierten Jugendlichen einen Umzug für eine passende Ausbildungsstelle vorstellen. Wer einen Umzug ablehnte oder noch unsicher war, nannte am häufigsten die Nähe zur Familie und zum vertrauten Umfeld sowie hohe Wohnkosten als Hindernisse.

    Das Wichtigste in Kürze
    • 47 Prozent der befragten Ausbildungsinteressierten konnten sich einen Umzug vorstellen; 41 Prozent lehnten ihn ab, 13 Prozent waren noch unsicher.
    • Von denjenigen, die einen Umzug ablehnten oder noch unsicher waren, nannten 57 Prozent die Nähe zur Familie und zum vertrauten Umfeld, 56 Prozent hohe Wohnkosten.
    • Die Ergebnisse beziehen sich auf Teilnehmende der IAB-Studie aus Abschlussklassen 2024, die die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit in Anspruch genommen hatten.

    Die Umzugsbereitschaft unterschied sich

    Nach Angaben des IAB konnten sich 33 Prozent der Befragten einen Umzug in die nähere Umgebung und 14 Prozent einen deutschlandweiten Umzug vorstellen. Die Umzugsbereitschaft unterschied sich nach Schulart: Bei Jugendlichen mit angestrebtem Abitur betrug sie 64 Prozent, bei Jugendlichen in Abschlussklassen an Hauptschulen 38 Prozent.

    Unter den Jugendlichen, die einen Umzug ablehnten oder noch unsicher waren, wollten 57 Prozent in der Nähe von Familie, Freunden oder dem vertrauten Umfeld bleiben. Hohe Wohnkosten an einem anderen Ort nannten 56 Prozent dieser Gruppe. Auch lange und teure Heimfahrten wurden als Hindernisse genannt: Jeweils 24 Prozent derjenigen, die einen Umzug ablehnten oder noch unsicher waren, führten diese Gründe an.

    Wen die Studie erfasst

    Die Studie „BeYou – Berufswahl und Du“ basiert auf rund 6.300 Jugendlichen aus Abschlussklassen 2024, die die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit (BA) genutzt hatten. Für den Beitrag untersucht das IAB gesondert die ausbildungsinteressierten Teilnehmenden.

    Jugendliche ohne vorherigen Kontakt zur BA sind in der Studie nicht enthalten. Das IAB weist zudem darauf hin, dass sich die Ergebnisse nicht auf alle Schulabgängerinnen und Schulabgänger oder auf alle Teilnehmenden der Berufsberatung übertragen lassen. Die Zahlen beschreiben daher nur die Zielgruppe der Studie.


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